Wie genau geht eine Automatikuhr?

Eine Automatikuhr ist nicht so genau wie Quarz. Ein paar Sekunden am Tag sind normal, und jeder Hersteller sagt, wie viele.

Hände eines Uhrmachers an der Werkbank

Eine mechanische Uhr hängt an einer Unruh, die an einer hauchdünnen Feder schwingt. Temperatur, Lage der Uhr und Spannung der Zugfeder verändern den Gang leicht, deshalb geht jede Automatikuhr etwas vor oder nach. Ein Kaliber unterscheidet sich vom anderen darin, wie stark und wie gleichmäßig.

Was die Hersteller angeben

Das sind Toleranzen, nicht der übliche Gang. Viele Uhren dieser Familien laufen deutlich besser als die Grenze, aber eine Uhr, die innerhalb der Toleranz 30 Sekunden am Tag vorgeht, ist nicht defekt.

Warum Ihre Uhr vor- oder nachgeht

Messen und korrigieren

Stellen Sie die Uhr sekundengenau, am besten mit Sekundenstopp, und vergleichen Sie sie mehrere Tage lang zur selben Zeit mit einer Referenzuhr. Liegt die Abweichung außerhalb der Herstellertoleranz, kann ein Uhrmacher die Uhr regulieren. Das geht schnell, wenn keine komplette Revision nötig ist.

Eine höhere Frequenz hilft, den Gang stabil zu halten, garantiert aber allein keine höhere Genauigkeit.

Häufige Fragen

Wie viele Sekunden am Tag darf eine Automatikuhr vorgehen?

Das hängt vom Kaliber ab. Bei japanischen Einstiegswerken reicht die offizielle Toleranz von etwa −35 bis +45 Sekunden am Tag, bei einem COSC-Chronometer von −4 bis +6. In der Praxis bleiben viele Uhren unter 10 bis 15 Sekunden am Tag.

Warum geht meine Automatikuhr plötzlich mehrere Minuten vor?

Fast immer wegen Magnetismus: Die Windungen der Unruhspirale haften aneinander, und die Unruh schwingt schneller. Entmagnetisieren behebt das, ohne die Uhr zu öffnen.

Ist eine Uhr mit höherer Frequenz genauer?

Nicht unbedingt. Eine hohe Frequenz hilft gegen Stöße und Lagewechsel, die Genauigkeit hängt aber vor allem von der Regulierung und der Qualität des Kalibers ab.

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