Warum bleibt meine Automatikuhr stehen?

Meistens ist das normal: Die Uhr ist abgelaufen. So erkennen Sie es und so gehen Sie vor.

Boden einer Automatikuhr mit Rotor

Eine Automatikuhr läuft nur, solange ihre Zugfeder Spannung hat. Liegt sie länger auf dem Nachttisch, als die Gangreserve reicht, bleibt sie stehen. Das ist kein Defekt, sondern ihre Funktionsweise. Wichtig ist nur, zu wissen, wie lange Ihre Uhr durchhält und wie man sie richtig startet.

Sie bleibt über Nacht oder am Wochenende stehen

Das ist der häufigste Grund. Eine voll aufgezogene Uhr mit 40 Stunden Gangreserve übersteht eine Nacht und fast einen ganzen Tag ohne Tragen. Eine mit 80 Stunden kommt übers Wochenende. Die Gangreserve Ihres Modells steht auf seiner Seite und im Ratgeber zur Gangreserve.

Sie bleibt stehen, obwohl Sie sie tragen

Der Rotor braucht Bewegung. Wer den Tag am Schreibtisch verbringt, bewegt das Handgelenk wenig, und die Uhr wird womöglich nie ganz aufgezogen. Das merkt man vor allem in den ersten Tagen, wenn die Uhr abgelaufen ankommt.

Wann es ein Defekt sein kann

Bleibt die Uhr wenige Stunden nach vollem Aufzug stehen, geht sie plötzlich mehrere Minuten am Tag vor oder macht der Rotor ein lautes metallisches Geräusch, bringen Sie sie zum Uhrmacher. Eine häufige und leicht behebbare Ursache ist Magnetismus: Liegt die Uhr auf einem Lautsprecher, an einem Magnetverschluss oder neben dem Laptop, kann die Spirale magnetisiert werden. Ein Entmagnetisierer behebt das in Minuten.

Braucht man einen Uhrenbeweger?

Ein Uhrenbeweger dreht die Uhr in einer Box, damit sie nicht stehen bleibt. Das ist bequem bei mehreren Automatikuhren, aber nicht nötig: Eine Uhr nimmt keinen Schaden, wenn sie stehen bleibt. Wen das Einstellen jeden Montag stört, schaut sich die Modelle mit 70 Stunden Gangreserve oder mehr an.

Häufige Fragen

Ist es normal, dass meine Automatikuhr über Nacht stehen bleibt?

Bei einer Gangreserve von etwa 40 Stunden und wenig Tragezeit am Vortag: ja. Ziehen Sie sie morgens von Hand auf oder tragen Sie sie länger, damit die Feder voll gespannt wird.

Wie oft muss man die Krone einer Automatikuhr drehen?

Zum Starten reichen meist 20 bis 40 Umdrehungen. Automatikuhren haben eine Rutschkupplung, die ein Überziehen verhindert; zu viele Umdrehungen schaden also nicht.

Schadet es einer Automatikuhr, wenn sie oft stehen bleibt?

Nein. Stehenbleiben und wieder Anlaufen ist normal. Vermeiden sollte man nur, das Datum zu verstellen, während das Werk es gerade umschaltet, also etwa zwischen 21 und 3 Uhr.

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